
-
NBA: Wagner führt Orlando erneut zum Sieg
-
Dividenden der Dax-Konzerne trotz rückläufiger Gewinne weiter auf Rekordniveau
-
Verfassungsgericht in Südkorea bestätigt Absetzung: Präsident Yoon des Amtes enthoben
-
McLaren erneut vorne: Norris mit erster Bestzeit in Japan
-
FCA-Boss Ströll: Vorbilder Mainz und Freiburg
-
Newcomerin Kett schürt Hoffnungen: "Einzigartige Dynamik"
-
Verfassungsgericht in Südkorea bestätigt Absetzung von Präsident Yoon
-
Verfassungsgericht in Südkorea urteilt über Absetzung von Präsident Yoon
-
Urteil in Korruptionsprozess gegen frühere Berliner Senatorin Kalayci erwartet
-
Trump: Verhandlungen über Tiktok-Verkauf an Investoren kurz vor Abschluss - Offen für Zoll-Verhandlungen
-
Medien: Trump entlässt Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrates nach Treffen mit ultrarechter Aktivistin
-
Söder blickt "sehr optimistisch" auf Koalitionsverhandlungen
-
Trump: Verhandlungen über Tiktok-Verkauf an Investoren kurz vor Abschluss
-
US-Rocklegende Bruce Springsteen veröffentlicht im Juni mehr als 80 neue Songs
-
Macron will bei Besuch in Ägypten in die Nähe des Gazastreifens reisen
-
Dänische Regierungschefin weist in Grönland Trumps Annexions-Pläne entschieden zurück
-
Signal-Affäre: Pentagon untersucht Rolle von Verteidigungsminister Hegseth
-
Radio Free Europe: USA beenden Ausstrahlung von Programm in Russland
-
Kanada verkündet Zölle in Höhe von 25 Prozent auf bestimmte Autoimporte aus den USA
-
Deutschland verhängt Einreiseverbot gegen bosnischen Serbenführer Dodik
-
Baby mit Abflussreiniger getötet: Lange Haftstrafe für Kita-Betreuerin in Frankreich
-
Baby mit Abflussreiniger getötet: Kita-Betreuerin zu 25 Jahren Haft verurteilt
-
SPD-Politiker Schneider kündigt Rückzug vom Amt des Ostbeauftragten an
-
Trump über seine Zölle: "Der Patient lebt" - US-Handelsminister verhandlungsbereit
-
Zweiter Gorilla innerhalb von einer Woche stirbt in Leipziger Zoo
-
Rubio gibt klares Bekenntnis zur Nato ab und fordert höhere Verteidigungsausgaben
-
Trump über seine US-Zolloperation: "Der Patient lebt"
-
Tödlicher Angriff auf Rettungskräfte im Gazastreifen: Israel leitet Untersuchung ein
-
Macron ruft zum vorläufigen Verzicht auf Investitionen in den USA auf
-
US-Defizit im Außenhandel im Februar knapp unter Rekordhoch
-
Illegale Cannabisplantage in Wohnhaus in niedersächsischem Schöppenstedt entdeckt
-
Lebenslange Haft für Mord an Frau und Verbrennen von Leiche in Hessen
-
US-Behörden befragen auch deutsche Verbände nach Zielen und Projekten
-
Ehepaar nach Doppelmord in Bayern rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt
-
Hohe US-Zölle: Schweiz will vorerst auf Gegenmaßnahmen verzichten
-
Hauseinsturz bei Bauarbeiten in Düsseldorf: Bewährungsstrafen für Verantwortliche
-
Weitere Verdächtige nach bundesweiter Einbruchsserie bei Schaustellern gefasst
-
Unbekannter scheitert in Hessen bei Diebstahl von Ultraleichtflugzeug
-
Aufsichtsbehörde nimmt von Prinz Harry gegründete Aids-Stiftung unter die Lupe
-
Mordurteil nach Autorennen mit zwei toten Kindern nahe Hannover rechtskräftig
-
Zölle: Europäische Bauern fordern Gespräche und warnen vor Handelskrieg
-
Im ersten Quartal Rüstungsexporte von 1,5 Milliarden Euro genehmigt
-
US-Zölle auf Autoimporte: Stellantis schließt Fabrik in Kanada für zwei Wochen
-
Neue Trump-Zölle verschärfen Handelskonflikt mit EU und anderen Staaten
-
Rubio bekräftigt Bekenntnis der USA zur Nato - fordert höhere Verteidigungsausgaben
-
Ski: Brignone nach Sturz schwer verletzt
-
Weiterer Täter wegen Tötung von Pastor in Berlin verurteilt
-
Ministerpräsidenten ostdeutscher Bundesländer fordern Investitionsoffensive
-
Landwirtschaft: 28 Prozent der Arbeitskräfte sind Saisonarbeiter
-
Hohe Kosten: Verkehrsminister wollen Führerschein billiger machen

"Überlebenschance" oder "Organbeschaffung": Bundestag berät Neureglung der Organspende
Es waren buchstäblich Fragen von Leben und Tod, die der Bundestag am Donnerstag diskutiert hat: In einer mit großer Ernsthaftigkeit geführten Debatte berieten die Abgeordneten über eine fraktionsübergreifende Initiative für die Einführung der Widerspruchslösung für Organspenden. Es gehe darum, dass "todkranke Mitmenschen eine Überlebenschance erhalten", sagte die SPD-Abgeordnete Sabine Dittmar. Dagegen warnte die FDP-Abgeordnete Kristine Lütke davor, das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper auszuhelben.
Derzeit erfolgt eine Organspende hierzulande nur, wenn jemand dies vor dem Tod klar erlaubt hat, zum Beispiel mit dem Organspendeausweis, oder wenn die Angehörigen zustimmen. Bei der Widerspruchslösung würden alle einwilligungsfähigen Erwachsenen als potenzielle Spender gelten - es sei denn, sie widersprechen zu Lebzeiten. Solche Regelungen gibt es bereits in einer Reihe anderer europäischer Länder, darunter Österreich und Spanien.
Vor diesem Hintergrund sei es nicht einsichtig, warum dies dann "hier nicht zumutbar sein soll", argumentierte die Abgeordnete Dittmar, die zu den Initiatorinnen des diskutierten Gesetzentwurfs gehört. Sie wies darauf hin, dass in Deutschland mehr als 8500 Menschen auf einer Warteliste für ein Organ stehen und jeden Tag zwei bis drei von ihnen sterben. Nirgendwo sonst in der EU warteten Menschen so lange auf ein Organ - im Schnitt seien es acht Jahre, sagte Dittmar.
Die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann sagte, die Widerspruchslösung sei zwar "kein Allheilmittel, aber wir haben alles andere versucht", etwa die Einführung eines neuen Organspenderegisters. Einen Zwang zur Organspende "darf es niemals geben" - es sei aber "zumutbar, sich zu entscheiden", betonte Connemann.
Der Grünen-Abgeordnete und Arzt Armin Grau berichtete von Gesprächen mit überforderten Angehörigen von potenziellen Organspendern. Die bisher geltende Entscheidungslösung sei "zutiefst unbefriedigend", sagte er. Die Linke-Abgeordnete Petra Sitte unterstrich, mit der Widerspruchslösung werde niemand bevormundet.
Als offizieller Entsandter des Bundesrats warb auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) für die Widerspruchslösung. Die Länderkammer hatte erst in diesem Sommer mit großer Mehrheit deren Einführung gefordert.
Gegen die Widerspruchslösung stellte sich die FDP-Abgeordnete Kristine Lütke. "Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper über den Tod hinaus" sei von herausragender Bedeutung - eine staatlich verpflichtende "Organbeschaffung" werde dem nicht gerecht, sagte sie. Mit der Widerspruchslösung werde der "Konsens" ignoriert, "dass bloßes Schweigen keine Zustimmung ist".
Die Grünen-Abgeordnete Linda Heitmann äußerte sich ebenfalls ablehnend. Die lange in der Suchtkrankenhilfe tätige Politikerin verwies darauf, dass es Menschen gebe, die vom Gesundheitssystem nur schlecht erreicht würden. Dies werde dann auch für die Aufklärung über die Widerspruchslösung und die entsprechende Abfrage der Einstellung gelten, warnte Heitmann.
Der SPD-Politiker Lars Castellucci wies darauf hin, dass das Thema Organspende für viele Menschen mit Ängsten behaftet sei. Mit diesen Ängsten müsse die Politik umgehen - und dürfe sie "nicht mit einer Widerspruchslösung übergehen".
Der Gesetzentwurf wurde im Anschluss an die Debatte an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Ob es vor der Neuwahl der Bundestags noch zur Abstimmung kommen wird, ist offen. 2020 war im Bundestag schon einmal über die Widerspruchsregelung abgestimmt worden, damals gab es dafür keine Mehrheit.
Y.Baker--AT