
-
Vize-Präsident im Südsudan festgenommen - UN-Mission warnt vor "Bürgerkrieg"
-
US-Berufungsgericht bestätigt Stopp von Abschiebeflügen auf Grundlage von altem Gesetz
-
Trump verkündet Strafzölle von 25 Prozent auf Auto-Importe ab Anfang April
-
Trump verkündet Strafzölle von 25 Prozent auf Auto-Importe
-
Magdeburg und Berlin in Champions League auf Viertelfinalkurs
-
Einbruch: Zverev verpasst auch in Miami das Viertelfinale
-
DEL: Pinguins lassen Köln zittern - Ingolstadt wieder auf Kurs
-
Palästinensischer Regisseur Ballal: Wurde wegen Oscar-Auszeichnung angegriffen
-
DEL: Vizemeister Bremerhaven lässt Köln zittern
-
Autistischer Sechsjähriger seit Dienstag vermisst: Suche in Hessen dauert an
-
MediaForEurope will Übernahmeangebot für ProSiebenSat.1 vorlegen
-
Trotz Führung: Bayern-Frauen scheitern an Lyon
-
Handball: SCM vor Einzug ins Champions-League-Viertelfinale
-
Macron: Russland muss 30-tägiger Waffenruhe ohne "Vorbedingungen" zustimmen
-
Meillard schlägt Odermatt - Grammel starker Zehnter
-
Medien: Spaniens WM-Chefin tritt nach Manipulationen zurück
-
Musk-Team soll Einladung von Journalisten in Huthi-Chat prüfen
-
"Skandalspiel": Union reicht Klage beim Schiedsgericht ein
-
Union und SPD wollen Teil der Klinikreform aus Sondervermögen bezahlen
-
Trump will noch am Mittwoch Zölle auf Auto-Importe verkünden
-
Erneut Sprechchöre gegen Hamas im Gazastreifen
-
Neues Programm: Finnland will Fitness von Wehrdienstleistenden verbessern
-
Vor Hamburger Kita aufgestellter Weihnachtsbaum: Schuldspruch auch in zweiter Instanz
-
Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig mangelnden Friedenswillen vor
-
Tödlicher Messerangriff nach Verfolgungsjagd: Haftstrafe in Mönchengladbach
-
Brasiliens Präsident Lula drängt auf Mercosur-Handelsabkommen mit Japan
-
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro wird wegen Putschversuchs vor Gericht gestellt
-
Arbeitgeberverband Gesamtmetall: Streik sollte "wieder letztes Mittel" sein
-
Geld- und Bewährungsstrafe in Prozess gegen frühere Berliner Senatorin Kalayci gefordert
-
Analogfotografie und Brettspiele in immaterielle Kulturerbeliste aufgenommen
-
Klage gegen Bundestagsbeschluss zu BDS-Bewegung scheitert vor Bundesverwaltungsgericht
-
Trump bekräftigt vor Vance-Besuch Anspruch der USA auf Grönland
-
Festnahmen bei Durchsuchungseinsatz gegen organisierte Kriminalität
-
Berliner Regierungschef Wegner sagt Istanbul-Reise wegen Festnahme Imamoglus ab
-
Apple kündigt Ende von Verkaufsverbot für iPhone 16 in Indonesien an
-
Sächsischer Landtag wählt Ausschussvorsitzenden von AfD ab
-
Bericht: Union und SPD wollen Teil der Klinikreform aus Sondervermögen bezahlen
-
Depardieu weist im MeToo-Prozess auch Vorwürfe von zweiter Klägerin zurück
-
Gericht verbietet Adidas-Werbung zur Klimaneutralität
-
Petersberger Klimadialog: Aufrufe zur Zusammenarbeit gerade in schwierigen Zeiten
-
SPD-Politikerin Veit erneut zu Präsidentin von Hamburger Bürgerschaft gewählt
-
Israels Regierungschef Netanjahu droht mit Einnahme von Teilen des Gazastreifens
-
Koalitionsverhandlungen: Union will Verbrenner-Aus rückgängig machen - SPD dagegen
-
Prinz Harry zieht sich aus zu Ehren seiner Mutter gegründeter Aids-Stiftung zurück
-
Koalitionsverhandlungen: Scharfe Kritik an Ergebnissen der AG Klima und Energie
-
Mehr als 20 Tote bei verheerenden Waldbränden in Südkorea
-
EY: Dax-Konzerne stehen weiter vor schwierigen Zeiten
-
Scholz: "Wer Sicherheit denkt, muss Klima mitdenken"
-
Nato-Generalsekretär Rutte warnt Putin vor Angriff auf Polen
-
US-Magazin veröffentlicht Chat zu US-Angriffsplan auf Huthi-Miliz in voller Länge

Petersberger Klimadialog: Appelle zu ehrgeizigem Vorgehen auch in schwierigen Zeiten
Eindringliche Appelle zu einem ambitionierten Vorgehen beim Klimaschutz haben am Dienstag den Auftakt des Petersberger Klimadialogs in Berlin geprägt. Es sei heute dringender denn je, das 1,5-Grad-Ziel von Paris im Blick zu behalten, "gerade, weil der Gegenwind spürbar ist", betonte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Belastet wird die internationale Klimadiplomatie derzeit durch die Abwendung der USA vom Pariser Klimaschutzabkommen und deren - auch finanzielle - Konsequenzen.
Zu dem zweitägigen Klimadialog kamen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus rund 40 Staaten zusammen. Ziel der Beratungen vorwiegend auf Ministerebene ist es, knapp acht Monate vor der UN-Konferenz im brasilianischen Belém neuen Schwung in den internationalen Klimaprozess zu bringen. Es gehe darum, "in diesen turbulenten Zeiten den Weg vorwärts in der internationalen Klimakooperation zu besprechen", sagte die Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt, Jennifer Morgan, zum Auftakt.
Ein Schwerpunkt des zweitägigen Treffens sind nachgeschärfte nationale Klimaziele. Diese hätten eigentlich schon vorgelegt werden müssen, was aber die EU und viele weitere Staaten bisher versäumten. Bis spätestens zur Konferenz in Belém soll dies nachgeholt werden. Weiterer Schwerpunkt ist die vereinbarte finanzielle Unterstützung von Ländern des globalen Südens bei Klimaschutz und Klimaanpassung. Bei der Mobilisierung der erforderlichen Mittel gibt es noch viele offene Fragen, erst recht seit dem Ausscheren der USA.
Baerbock wies vor Beginn der Beratungen in Berlin nachdrücklich auf die Dringlichkeit zusätzlicher Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung hin. "Wer Klimaschutz in diesen unruhigen Zeiten als teuer, lästig oder überflüssig abtut, der kann nicht rechnen", warnte sie. "Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir es in Zukunft noch mit weitaus höheren Kosten zu tun bekommen."
Auch der designierte Präsident der Konferenz in Belém, André Correa do Lago, beschrieb zum Auftakt des Klimadialogs die zunehmenden Konsequenzen des Klimawandels. Es gehe daher darum, die Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu beschleunigen. Dafür zeichneten sich auch Lösungswege immer deutlicher ab.
Correa do Lago forderte alle Staaten auf, "sich offen und gemeinschaftlich einzubringen", um die komplexen Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Am Mittwoch wollen auch UN-Generalsekretär António Guterres und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf dem Klimadialog sprechen.
Der deutsche Entwicklungs-Staatssekretär Jochen Flasbarth betonte die Bedeutung des Waldschutzes für die Begrenzung der Erderwärmung. Es sei daher "ein Glücksfall, dass Brasilien in diesem Jahr die Weltklimakonferenz ausrichtet", sagte Flasbarth vor Beginn des Petersberger Klimadialogs der Nachrichtenagentur AFP. Belém im Amazonasgebiet habe "eine besondere Symbolkraft für den Schutz der tropischen Wälder", hob er hervor.
"Kaum ein anderes Land ist in der multipolaren Weltordnung so beweglich, anschlussfähig und lösungsorientiert wie Brasilien", sagte Flasbarth zudem. Auch dies sei wichtig, "in turbulenten Zeiten für die internationale Zusammenarbeit" nach der Abkehr der USA von der globalen Klimadiplomatie. "Die Klimakrise kann niemand abwählen", stellte Flasbarth klar. "Sie ist ein Fakt, der immer mehr Existenzen bedroht", fügte er mit Blick auf Dürren, Überflutungen und steigende Meeresspiegel hinzu.
Die Grünen-Klimaexpertin Lisa Badum mahnte die mutmaßlich künftigen Koalitionsparteien Union und SPD zu einem Kurshalten beim Klimaschutz. "Schwarz-Rot muss glaubwürdig machen, dass Deutschland an seiner internationalen Führungsrolle beim Klimaschutz festhält und bereit ist, in Europa Verantwortung zu übernehmen", sagte sie AFP. "Der diesjährige Petersberger Klimadialog findet unter denkbar schlechten Vorzeichen statt", räumte auch Badum ein. Auf keinen Fall aber dürfe es in Belém einen "Abgesang auf den globalen Klimaschutz" geben.
Y.Baker--AT